Warum ich mich zum Jahresanfang sehr über eine Email gefreut habe.

Es war November 2017 als der Erstkontakt mit einer typische Anlegerin, auf die wir in unserer Beratertätigkeit sehr oft treffen. Durch ein größeres Erbe wurde sie schon in jungen Jahren recht vermögend. Natürlich ging sie mit ihren Fragen zu Investitionen zu ihrer Hausbank und zu ihrem Versicherungsspezialisten. Schließlich wollte sie mehrere Meinungen und ihr Geld möglichst breit streuen. Ein konkretes Ziel, was sie mit ihrem Geld gerne erreichen wollte, hatte sie nicht und sie wurde auch nicht wirklich dazu befragt. 
Herausgekommen ist das, was wir in der Fachsprache „Naive Streuung“ nennen:

2 Depots mit 4 bzw. 5 Fonds, eine klassische Rentenversicherung mit Einmalbeitrag und eine fondsgebundene Rentenversicherung mit mtl. Beitragszahlung. Dazu bestand schon  länger ein „Wohnriester“

Nach den 2 weiteren Beratungsgesprächen haben wir Anfang 2018 die bestehende Geldanlage hinsichtlich Streuung und Rendite-Risikoverhältnis optimiert. Die Anlegerin erhielt ein steueroptimiertes  Depot, mit dem Anlagehorizont von 20 Jahren und länger. Damals etwas ungewohnt war für sie lediglich die Tatsache, dass Sie mich für meine Dienstleistung bezahlen musste, schließlich waren bisher alle Beratungen bei Banken und Versicherungen „kostenfrei“.

Direkt zu Beginn des Jahres bekam ich nun folgende Mail:

Interessant könnte es sein, welche Bücher ich empfohlen habe, bzw. welche davon die Anlegerin gelesen hatte:

Dr. Gerd Kommer: Kaufen oder mieten? 

Prof. Dr. Hartmut Walz: Einfach genial entscheiden in Geld- und Finanzfragen

Im Gespräch, welches eine Woche später stattfand, habe ich tatsächlich eine andere Anlegerin kennengelernt: Sehr zielorientiert mit klaren Vorstellungen über Ihre Zukunft. Sie hat die Entscheidung getroffen, in Miete wohnen zu bleiben. Zudem möchte sie eine genau Rentenplanung von mir erhalten. Auch das Thema fremdgenutzte Immobilie (Immobilie kaufen und vermieten) wurde ausgiebig besprochen. Besonders im Fokus stand ihre Leidenschaft für das Reisen. Diese soll im Rentenbezug eine Hauptrolle übernehmen. 

Es hat uns beiden sehr viel Freude bereitet, Ihr WARUM? zu ergründen:

Wofür investiert sie konkret? Was will sie mit Ihrem Geld erreichen? Wie stellt sich sie sich ihre Rente im Bezug auf Lebensqualität vor und wieviel Geld wird dafür gebraucht? 

Die Anlegerin arbeitet übrigens sehr gerne und kann sich sehr gut vorstellen, auch noch mit 70 freiberuflich tätig sein, dann aber mit deutlich weniger Umfang, damit ihr mehr Zeit zum Reisen bleibt. 

Mein Fazit:

Die Anlegerin hat zum Einen verstanden, dass eine breite Streuung ihrer Investitionen auch in einem einzigen Produkt funktioniert sodass sie auch den Rest ihres Vermögens von der Bank und aus den Bausparverträgen abzieht. Im letzten Termin offenbarte sie mir, dass ich bisher „nur“ die Hälfte ihres Vermögens betreut hatte, sie dies aber jetzt ändern wird.
zum Anderen sagte sie mir wortwörtlich: „Aus dem Menschen, der bisher in Finanzfragen ausschließlich mit dem Bauch entschieden hat, wurde jemand, der tatsächlich ein wenig Gefallen an der Materie gefunden hat“

Wir raten jedem, der mit uns zusammenarbeitet, sich weiter finanziell zu bilden. Es gibt tolle Literatur, sehr gute Podcasts und super Blogs von Kollegen. 

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Martin Görg
Warum sind wir Deutschen "Spar-Europameister" und doch auf dem vorletzten Platz, was das Nettovermögen betrifft? Zu diesem Ergebnis kommt regelmäßig die Bundesbank seit ihrer ersten Untersuchung aus dem Jahr 2010.
Hauptgrund ist die fehlende Finanzbildung.

Dagegen tue ich was:

Die Tätigkeit als Investorcoach ist vergleichbar mit einem Personal Trainer:
Ich lege gemeinsam mit meinen Mandanten (finanzielle) Ziele fest und zeige Ihnen auf, wie man diese am schnellsten und effektivsten erreicht; bewahre vor Fehlern und begleite Mandanten auf dem Weg zum Erfolg.
Meine Erfahrung aus 14 Jahren Trainertätigkeit im Breiten- und Leistungssport bringe ich gerne in das Coaching mit ein.


Um Ihnen einen Einblick aus meinem tagtäglichen Doing geben zu können, blogge ich hier und halte Vorträge.

Meine Finanzberatung ist so, wie ich selbst beraten werden möchte: Ehrlich, transparent, das Große Ganze im Blick und immer mit einer Portion Lockerheit und einem Schuss Humor.

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