Faktor Selbstüberschätzung

„Erfolg ist ein ganz schlechter Lehrer. Er verleitet kluge Anleger zu dem Glauben, sie könnten nicht verlieren“. 

Dieses Zitat von Bill Gates trifft insbesondere auf Geldanleger zu. Denn nichts ist so verführerisch, wie finanzieller Erfolg, naja fast nichts. 

Wir neigen dazu, finanzielle Erfolge auf unser, von gottgegebenes Talent, zurückzuführen, während wir anderen Anlegern oftmals ein glückliches Händchen unterstellen. 

Wenn jedoch der finanzielle Erfolg an der Börse ausbleibt, verhält es sich meistens genau umgekehrt. Während wir bei anderen Menschen, die Fehler messerscharf analysieren können, sind es bei einem selbst die widrigen Umstände oder Pech, die zu einer negativen Rendite im Portfolio führen. 

Die Verhaltensökonomie nennt dieses Verhalten Overconfidence, also Selbstüberschätzung. Overconfidentes Verhalten finden wir nicht nur in der Geldanlage, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Oder gibt es einen besseren Autofahrer als Sie? Genauso ist es selbstverständlich auch beim Fussball und neuerdings bei virologischen Fragen. 

Die Grenzen seiner eigenen Leistungsfähigkeit zu erkennen ist daher der erste Schritt zur Besserung. Wir lassen die Virologen ihren Job machen, den Fussballtrainer der jeweiligen Lieblingsmannschaft seinen Job und die professionellen Anleger ihren Job. Dann herrscht Ordnung.

Gute Investoren halten sich immer vor Augen, dass Glück eine große Rolle spielt und niemand unbezwingbar ist, außer dem Finanzmarkt selbst. Läuft ein Investment gut, dann sei vorbereitet darauf, dass es morgen anders laufen kann. Läuft es gerade schlecht, kann es schlicht sein, dass man mit einem Investment aktuell gerade einfach nur Pech hat und das Investment an sich gut ist. 

Der Trick des erfolgreichen Investieren besteht darin, seine Finanzen so zu gestalten, dass man die Pechphasen übersteht, ohne sich zu ruinieren und so lange im Spiel bleiben kann, bis die Sonne wieder scheint. 

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Karsten Matt
Karsten Matt
Ist es fair, wenn Menschen bewusst im Unklaren gehalten werden, wenn es um die Inhalte ihrer Investmentprodukte geht? Darf es sein, dass in Deutschland auf jegliche Art von Bildung Wert gelegt wird, nur nicht auf Finanzbildung?

Wie schafft man es als Berater, seine Kunden vor diesen Gefahren zu schützen und sie auf direktem Weg zu ihren finanziellen Zielen zu führen?

Mit diesen Fragen beschäftige ich mich tagtäglich. Ich schreibe Artikel, halte als Speaker Vorträge und coache meine Kunden, damit sie auf direktem Weg ihre finanziellen Ziele erreichen. Ende des Jahres erscheint das erste Buch von mir.

Als Vater von Zwillingen ist es mir wichtig, Werte zu vermitteln und diese auch zu leben. Offenheit, Ehrlichkeit und Fairness sind dabei grundlegende Attribute. Ich gebe meinen Kunden die Art von Beratung, die ich gerne für mich in Anspruch nehmen möchte.

Finanzberatung muss nicht trocken und langweilig sein. Man kann seine Kunden auch mit Lockerheit und einem Schuss Humor zu finanzieller Freiheit führen. Wie? Das verrate ich in diesem Blog, in meinen Vorträgen und gerne auch persönlich.

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